Benzodiazepine ohne Rezept bestellen und richtig anwenden

Wer fortwährend unter Angststörungen, Muskelkrämpfen, Schlaflosigkeit oder innerer Anspannung leidet, hat vielleicht schon einmal in Betracht gezogen, ein Medikament aus der Wirkstoffklasse der Benzodiazepine zu nehmen. Diese Substanzen haben eine beachtliche therapeutische Breite und kommen weltweit millionenfach zur Anwendung. Für leichte Störungen des Wohlbefindens sollten sie jedoch nicht verwendet werden. Sie eignen sich auch nicht für eine dauerhafte Einnahme. Wer sie aber richtig zu nutzen weiß, wird gewiss erkennen, dass diese Medikamentenklasse zu den größten Erfolgsgeschichten der modernen Medizin zählt.

benzodiazepine symbolbild

Benzodiazepine zählen zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten überhaupt. Laut Ärzteblatt stellen die 230 Millionen Tagesdosen, die in Deutschland die Krankenversicherungen bezahlen, nur rund 50 % des Gesamtverbrauchs dar. Ebensoviele Einheiten werden über Privatrezepte vergeben, ganz zu schweigen von der unbekannten Dunkelziffer der Onlinebestellungen ohne Rezept. Missbrauch und Abhängigkeit von Benzodiazepinen sind seit ihrer Markteinführung bekannt und werden in der Fachwelt ausführlich diskutiert.

Die Häufigkeit des Missbrauchs und der Abhängigkeit von Arzneimitteln ist allgemein bemerkenswert hoch. Schätzungen zufolge sind bis zu 1,5 Millionen Deutsche nach verschreibungspflichtigen Medikamenten süchtig, der größte Teil (ca. 1,1 Mio.) entfällt auf Benzodiazepine. Die Prävalenz steigt exponentiell mit dem Alter. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Neun von zehn Patienten, die mit Arzneien dieser Wirkstoffgruppe behandelt werden, nehmen ihre Arzneimittel als Dauermedikation länger als ein halbes Jahr. Rund die Hälfte nimmt sie täglich. Suchtforscher gehen davon aus, dass in etwa einem Drittel bis der Hälfte der Fälle nicht die Therapie akuter psychischer Probleme, sondern die Überdeckung der Entzugserscheinungen im Vordergrund steht. Im Jahre 2009 gaben von 779 im Rahmen einer Studie befragten Pflegeanstalten ca. 80 % zu Protokoll, dass es in ihren Einrichtungen Patienten mit Suchtproblemen gibt. Die Untersuchung der medizinischen Vorgeschichte anhand der Befragung älterer Betroffener ist mit Unsicherheiten behaftet. Viele Suchtkarrieren haben sich über den Verlauf von Jahrzehnten entwickelt und es besteht eine erkennbare Tendenz, das eigene Suchtverhalten zu bagatellisieren.

Durch die zunehmende Suchtproblematik werden Ärzte immer vorsichtiger, was die Verschreibung von Benzodiazepinen angeht. In manchen Fällen kommt es vor, dass sogar Patienten, die einen hohen therapeutischen Nutzen hätten, von ihrem Arzt das Rezept verweigert wird. Wer sich zu dieser Patientengruppe zählt, hat heute zahllose Möglichkeiten, auf Online-Portalen Benzodiazepine zu bestellen, ohne sich mit Rezeptformalitäten befassen zu müssen. Wer diesen Weg wählt, muss sich allerdings eigenverantwortlich mit den Wirkungen und Begleiterscheinungen dieser nicht ganz harmlosen Wirkstoffe beschäftigen. Beispielsweise ist es unabdingbar, die  Wirkprofile und Halbwertszeiten der einzelnen Präparate zu berücksichtigen. Zudem bestehen verschiedenste Gegenanzeigen (u. a. Schwangerschaft, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, Schlafapnoe-Syndrom), bei deren Vorhandensein die Anwendung von Benzodiazepinen kontraindiziert ist.

Wirkprofile_Benzodiazepine